Es ist, was nicht anders sein kann.Eine Erwiderung auf den Artikel „Wirkungslos und teuer. Warum Osteopathie bei Babys sinnlos ist“Von Helge Franke

 

Am 24. Januar erschien auf der Onlineseite des TAGESSPIEGEL ein Artikel von Frau Pannen mit der Überschrift: „Wirkungslos und teuer. Warum Osteopathie bei Babys sinnlos ist.“ [1] Der Artikel von Frau Pannen ist in weiten Teilen tendenziös und weist einige Unrichtigkeiten auf, auf die im Folgenden hingewiesen werden soll.

Frau Pannen beschreibt ausführlich den Fall einer jungen Familie, die über ihren Besuch bei einer Osteopathin berichtet. Das Baby spucke plötzlich nach jedem Fläschchen die Hälfte der Milchmahlzeit wieder aus. Der Kinderarzt weiß nicht zu helfen und so gehen sie auf Anraten der Hebamme zu einer Osteopathin. Diese diagnostiziert diverse Verspannungen und eine Plagiozephalie und empfiehlt das Tragen eines Helmes, der mit einem Anteil von 1000 Euro selbst zu bezahlen sei. Die Eltern sind verunsichert, nicht nur wegen der Kosten, sondern auch, weil ihr Baby während der Behandlung schreit. Als dies bei der zweiten Behandlung nicht anders ist, beschließen sie, die Behandlung abzubrechen. Sie wollen ihr Baby nicht weiter zu etwas zwingen, was es hasst und außerdem vermuten sie nun, dass das Ganze ohnehin eine Geldmacherei sei. Am Schluss stellt sich heraus, dass die Eltern aus Versehen einen zu großen Sauger für die Milchflasche gekauft hatten. Das Spucken erledigt sich vom einen auf den anderen Tag.

Soweit die Schilderung. Würde diese Geschichte alleine für sich stehen, könnte man darüber nachdenken, wie die Osteopathin zu der falschen Diagnose gekommen ist und man würde gerne die Seite der Osteopathin hören wollen. Diese Seite gibt es nicht. Die Geschichte ist dagegen eingebettet in einen Artikel über die Sinnlosigkeit von osteopathischen Behandlungen bei Babys und sie bildet den emotionalen Bezug zu den kritischen Äußerungen, die diese Sinnlosigkeit zu untermauern suchen. Emotionaler Bezug und Kritik wechseln fortwährend hin und her. Das ist geschickt gemacht. Aber so einfach, wie die Autorin sich das vorstellt, ist es dann doch nicht.

Eine einzelne Fallgeschichte, und schon gar nicht, wenn sie nur eine Seite beleuchtet, erlaubt keine Verallgemeinerungen. Auch die Schilderung einer erfolgreichen osteopathischen Behandlung bedeutet nicht, dass die Osteopathie per se hilft. Eine Fehldiagnose einer Person ist kein Fehler einer therapeutischen Richtung. Wenn der Orthopäde einen Fehler macht, sagt das nichts über die Orthopädie aus. Das gilt es zu unterscheiden. Das Weinen eines Kindes ist kein Kriterium für die Güte einer Untersuchung und Behandlung. Wäre dem so, ständen allein schon die Untersuchungen bei den Kinderärzten auf dem Prüfstand. Das Weinen eines Babys kann viele Gründe haben. Weinen bedeutet nicht, dass das Baby die Behandlung hasst. Es hasst auch nicht seine Eltern, wenn es in den Armen der Mutter oder des Vaters weint. Das Tragen eines Helmes ist bei einer Plagiozephalie nur in bestimmten Fällen angezeigt und hat mit der Osteopathie nicht das Geringste zu tun. Und auch das unvermittelte heftige Spucken eines Kinders nach dem Trinken infolge eines zu großen Saugers gehört wohl kaum zu den Standardursachen.

Frau Pannen holt sich zur Untermauerung ihrer kritischen Position die Äußerungen von zwei „Expertinnen“. Hier ist es hilfreich zu wissen, dass Expertenmeinungen auf der Evidenzskala, d.h. der Skala, die zeigt, welche Aussagekraft eine Meinung, eine Studie hat, den untersten Rang belegen. Das hat damit zu tun, dass Experten in ihren Einschätzungen häufig daneben liegen, sich selten eins sind und ihre Expertise als unsicher gilt. Frau Pannen zitiert nun zwei

„Expertinnen“, die eine mit der Aussage, dass es „keine Indikation und keine wissenschaftlichen Untersuchungen (gibt), die Osteopathie bei Babys sinnvoll machen.“ Die andere mit dem Statement „Ein Osteopath wird immer etwas finden, denn jeder Mensch hat irgendwo Spannungen.“ Beide Expertinnen haben noch nie etwas Wissenschaftliches zum Thema Osteopathie und der Behandlung von Kindern veröffentlicht und beide kommen als Kinderärztin bzw. Physiotherapeutin durchaus aus Bereichen, die die Osteopathie als Konkurrenz zu ihrem Fachgebiet sehen können. Die Aussage der Kinderärztin, dass es keine Indikation und keine wissenschaftlichen Untersuchungen gebe, die Osteopathie bei Babys sinnvoll machen, entspricht nicht dem Studienstand. Ende 2022 wurde die bisher größte Übersichtsstudie zur osteopathischen Behandlung von Kindern publiziert. [2] Darin eingeschlossen waren 47 Studien. 23 Studien zeigten einen statistisch signifikanten Vorteil für die Osteopathie, bei 15 Studien war ein Vorteil zur Vergleichsgruppe festzustellen, der jedoch nicht statistisch signifikant war. Nur eine Studie zeigte einen Vorteil gegenüber der osteopathischen Kontrollgruppe. Das Problem ist also nicht, dass es keine osteopathischen Studien gibt, sondern, dass es angesichts der vielen Indikationen zu wenige gibt. Die Anzahl der Studien reicht bisher nicht aus, die Wirksamkeit der Osteopathie auf breiter Ebene eindeutig zu belegen Die Situation ist also primär gekennzeichnet durch einen Mangel an Studien zur Kinderosteopathie und nicht durch einen Mangel an Wirksamkeit. Das gilt es zu verändern, das gilt es zu verbessern, aber das ist etwas anderes, als in einem undifferenzierten Pauschalurteil alle wissenschaftlichen Belege vom Tisch zu wischen und zu sagen, die Osteopathie sei sinnlos.

Wird die Zufriedenheit von Patienten mit der Osteopathie betrachtet, so erreicht diese einen hohen Wert. Nach einer FORSA Umfrage aus 2024 [3] sind 75% der Patienten zufrieden, davon 55% sogar sehr zufrieden. Nur 7% sind unzufrieden. Bei der Behandlung von Kindern ist die Zustimmungsrate mit 83% noch höher. Vier von fünf Patienten (83 %) würden bei Beschwerden wieder einen Osteopathen aufsuchen und auch die Empfehlungsbereitschaft ist mit 87% hoch. Und um neueste Ergebnisse zu nennen (Frau Pannen lässt diese aus): 2024 waren 31 % der Befragten schon mal beim Osteopathen, das entspricht über 19 Mio. Menschen. Allein diese Zahlen sprechen für die Akzeptanz und den Erfolg der Osteopathie.

Frau Pannen weist darauf hin, dass die Barmer Ersatzkasse mit ihren 8,7 Millionen Mitgliedern in 2023 860.000 Euro für die osteopathische Behandlung von Neugeborenen ausgegeben habe was verwunderlich sei, da die Wirkung der Osteopathie nicht erwiesen sei. Nun mag der Betrag recht hoch erscheinen, aber von den Leistungsausgaben der BEK sind das gerade mal 0,0022 Prozent. Völlig außen vor sind dabei die Folgekosten. So hat die BKK Advita über 2 Jahre berechnet, wie hoch die Ausgaben für jedes Mitglied vor und nach einer osteopathischen Behandlung waren.[4] Gab es in den letzten 6 Monaten vor der osteopathischen Behandlung Ausgaben von 875 Euro pro Versicherten, beliefen sich die Zahlungen nach der Behandlung auf 703 Euro und in diesem Betrag sind die Kosten für die Osteopathie bereits eingerechnet. Die Krankenkasse kommt zu dem Schluss, dass sie bei jedem Versicherten, dem sie die Osteopathie bezahlt hat, 20% an Leistungen eingespart hat. Unabhängig von den Kosten sollte zudem nicht vergessen werden, dass Eltern, die eine osteopathische Praxis aufsuchen, das Gesundheitssystem nicht weiter überlasten, indem sie lange mit anderen Eltern und kranken Kindern in dem überfüllten Wartezimmer eines Kinderarztes sitzen und nicht selten mit der Bemerkung nach Hause geschickt werden, dass sich die Beschwerden ihres Kindes schon geben werden.

Die Aussage, die Wirkung der Osteopathie sei nicht erwiesen, ist so nicht richtig. In den empirischen Wissenschaften gibt es keine Beweise sondern nur Belege. Im Bereich der Kinderosteopathie gibt es bei Schreikindern zum Beispiel mehrere Studien, die darauf verweisen, dass die osteopathische Behandlung zu einer Verminderung der täglichen Schreidauer und Schreiintensität führt. [5] Gleichzeitig nimmt die tägliche Schlafdauer des

Babys zu. Die Ergebnisse sind statistisch signifikant. Eine aktuell erschienene Studie im wissenschaftlichen Journal BMC Pediatrics berichtet, dass die durchgeführten osteopathischen Behandlungen zu statistisch signifikanten und klinisch relevanten positiven Ergebnissen führten, einschließlich positiver Veränderungen der psychischen Belastung von Eltern. [6] Das ist eine gute Bestätigung osteopathischer Arbeit. Natürlich und ohne jeden Zweifel wäre es gut, wenn es im Bereich der Kinderosteopathie mehr Studien geben würde.

Frau Pannen schreibt, dass Osteopathen bei Kindern gerne ein KISS Syndrom diagnostizieren. Diese Behauptung ist falsch. Das KISS Syndrom ist nichts spezifisch Osteopathisches. Der Begriff geht auf den Chirurgen und Manualmediziner Heiner Biedermann zurück und wurde erstmalig 1991 in der Zeitschrift „Der Kinderarzt“ veröffentlicht. Unter Osteopathen spielt das KISS Syndrom keine hervorgehobene Rolle. In einer Befragung unter 55 Osteopathen in Deutschland mit 2833 ausgewerteten Diagnosen von behandelten Kindern wurde das KISS Syndrom lediglich einmal aufgeführt. In dieser Studie heißt es weiter:“ Die Behandlung des KiSS-Syndroms ist in der Presse fälschlicherweise mit Osteopathie in Verbindung gebracht worden. Die strukturelle Manipulation des Atlas, die häufig als therapeutischer Ansatz verwendet wird, wird von der Osteopathie als Kontraindikation abgelehnt, da die Verknöcherung des Hinterhauptbeins im frühen Kindesalter noch nicht abgeschlossen ist.“ [7]

Der Artikel lässt in mehreren Bereichen eine differenzierte Sichtweise vermissen und vergibt damit die Chance, ausgewogen und profund über die Osteopathie zu berichten. Die persönliche Erfahrung der jungen Familie mit der Osteopathie ist enttäuschend, aber sie reicht für ein verallgemeinerndes Urteil nicht aus. Wie tendenziös der Artikel von Frau Pannen ist, mag zum Abschluss die folgende Äußerung ihrer „Expertin“ verdeutlichen. Da heißt es: “Physiotherapeutin Frauke Mecher glaubt deshalb, dass der angebliche Erfolg osteopathischer Behandlungen oft Zufall ist. „Babys machen ständig Entwicklungsschritte. In vielen Fällen wäre ein Problem wahrscheinlich auch ohne osteopathische Behandlung verschwunden, aber die Eltern halten es für einen Behandlungserfolg.“ Einerseits wird von der Osteopathie wissenschaftliche Belege gefordert, andererseits argumentiert man selbst auf der Ebene von Glauben, Konjunktiv und Wahrscheinlichkeit. Überzeugend ist das nicht. Aber vielleicht braucht man für seine alten Glaubenssätze auch gar keine Belege und es ist, was nicht anders sein kann.

  1. Pannen, A., Wirkungslos und teuer: Warum Osteopathie bei Babys sinnlos ist. Tagesspiegel, 2025. https://www.tagesspiegel.de/gesundheit/wirkungslos-und- teuer-warum-osteopathie-bei-babys-sinnlos-ist-13015981.html.

  2. Franke, H., J.D. Franke, and G. Fryer, Effectiveness of osteopathic manipulative treatment for pediatric conditions: A systematic review. Journal of Bodywork and Movement Therapies, 2022. 31(online 2022/03/23): p. 113-133.

  3. forsa, Osteopathie in Deutschland. 2024. https://www.osteopathie.de/forsa_2024

  4. BKK-Zahlen stützen Osteopathie. Ärzte Zeitung, 2017.

    https://www.aerztezeitung.de/Wirtschaft/BKK-Zahlen-stuetzen-Osteopathie-

    307695.html.

  5. Franke, H. and G. Prediger, Und die Osteopathie wirkt doch!: Eine Entgegnung zu

    dem Artikel „Dreimonatskoliken: Alternativmedizin ohne nachgewiesenen Effekt“ von

    Elke Oberhofer. Osteopathische Medizin, 2023. 24(3): p. 42-44.

  6. Schwerla, F., et al., Osteopathic treatment of infants with infantile colic/excessive

    crying: a prospective, multicentric, randomized controlled trial and nested

    observational trial. BMC Pediatrics, 2025. 25(1): p. 77.

  7. Schwerla, F., et al., Osteopathic Treatment of Infants in Their First Year of Life: A

    Prospective Multicenter Observational Study (OSTINF Study). Complementary Medicine Research, 2021. 28(5): p. 395-406.


physikalische Gefäßtherapie BEMER

BEMER Therapie - Gesundheits- und Leistungssteigerung durch verbesserte Mikrozirkulation

ab sofort in der Praxis erhältlich

Durch die Verbesserung einer eingeschränkten Durchblutung kann der BEMER dem Körper dabei helfen, seine Aufgaben optimal zur erfüllen.⁽¹⁾⁽⁵⁾ Mit nur 2 x 8 Minuten täglicher Anwendung kann BEMER zur individuellen Gesundheit beitragen.⁽²⁾


November 2023

Energetische Gewebefelder in der Osteopathie
• Wie Osteopathie chronischen Erkrankungen und Verhaltensmustern einen neuen Bezug zur Gesundheit ermöglicht

Eine energetische Betrachtung der Zeit

„In wenigen Jahrzehnten haben Wissenschaftler die Überzeugung, dass es so etwas wie ein Energiefeld rund um den menschlichen Körper nicht gibt, zu einer Gewissheit geändert, dass eines existiert. Mehr noch, die Wissenschaft erklärt die Rolle der Energiefelder in Bezug auf Gesundheit und Krankheit…“ James Oschman, PhD

Eine osteopathische Betrachtung der Felder des Herzens, des Gehirns und des ganzen Körpers.
Die Beachtung und Integration der Zeit ermöglicht in der Osteopathie eine Annäherung an den Patienten in Kohärenz zur Entstehung von Heilung.
Zeit kann fühlbar gemacht werden.
Wann im Leben ist etwas passiert?
Es bedarf oft der genauen Kenntnis der Schwingungsfrequenz um die Veränderungen in Richtung der Gesundheit zu ermöglichen.

Ziel dieses Kurses soll es sein, die erlebte Zeit im Gewebe fühlbar und damit auch behandelbar werden zu lassen. Dies eröffnet therapeutisch neue große Möglichkeiten. Energetische , elektrische und elektromagnetische Veränderungen geschehen.
Was ist fühlbar?
Welche physikalischen Hintergründe sind über den Körper erklärbar?
Wie beeinflusst die Quantenphysik unsere möglichen Erfolge?

Ein Weg in eine wundervolle Osteopathie:
• Herzfeld als Kommunikationsfeld für Gesundheit
• Swedenborgs Erklärung von Tremulationen. Die schwingende Frequenzübertragung im Körper durch fasziale Strukturen.
• Herz und Hirn kommunizieren elektromagnetisch
• Elektromagnetische Felder als Informationsmedium der Gesundheit
• Embryologie und elektromagnetische Information
• Die Energiezentren des Körpers und ihre spezifischen Eigenschaften
• Gewachsene Anatomie in Erinnerung an die ursprüngliche Gesundheit
• Knochen und Faszien als Informationspeicher
• Die Rhythmen der Gesundheit im Körper (vom PRM zur Long Tide)
• Techniken zur Wiederherstellung der inneren Ordnung (Aktivierung von Selbstheilung)
• Die informative Kraft der fluiden Felder Dr. Stills und Dr. Sutherlands.
Neue Möglichkeiten für den Therapeuten die eigene Wahrnehmung zu erweitern. Sicherheit in die empathisch gefühlte Wahrnehmung bringen.
Gefühlte Empathie erklärbar machen.

Effektive Osteopathie erreicht nicht mehr – und nicht weniger – als der Person zu helfen, ihre Felder zurückzusetzen durch das Bereitstellen des Zugangs zur richtigen frequenzbasierenden Information. Wenn diese Information vom Körper erfahren wird, weiß dieser genau wie sie verwendet werden soll. Deshalb bleiben die Effekte, und weitere Behandlungen werden oft nicht mehr nötig sein: die Ursache wird behandelt und korrigiert und nicht ein Symptom geflickt, was gewiss weitere Behandlungen erfordern würde. Dies kann vielen Menschen eine „Heilung“ ermöglichen.

Sich die Faszien als ein biologisches Gewebe vorstellen zu können, welches aus vielen langen Fäden gemacht ist, ist ein Ziel des Kurses. Jeder Faden vibriert mit der Lebenskraft ähnlich wie die Saite einer Geige, wenn Wellen von Energie durch sie laufen. Diese Saiten können im Leben in Verstimmunug geraten. Wenn sich der Tonus oder die Spannung der faszialen Fäden ändert, verändert sich ihre Frequenz und Vibration und der Körper wird ein „verstimmtes Instrument“. Dadurch ändert sich die Resonanzvorgabe des Körpers oder der Bereich der Frequenzen, die der Körper natürlicherweise durchlässt.

Der Körper wird auf die Erhaltung der Gesundheit neu eingestimmt. Dies kann mit guter Osteopathie erreicht werden.

Osteopathische Ansätze in der Behandlung von Kindern

Warum wir werden was wir sind; Dysfunktionen verstehen und interpretieren

Wir freuen uns sehr, den von Frank Stelzer im letzten Jahr neu konzipierten Kurs zur Untersuchung und Behandlung von Säuglingen und kleinen Kindern nun in Mülheim veranstalten zu dürfen. Bewährt fundiert und erfahrungsgesättigt führt Frank Stelzer in seine osteopathische Erfahrungswelt ein und vermittelt praxisnah das notwendige diagnostische und therapeutische osteopathische Handwerkszeug.

Frank Stelzer:

„In osteopathischen Behandlungen von Kindern ist es sehr wichtig zu erkennen, wann und wie eine Symptomatik entstanden ist.

Oft ist es nicht die Funktion oder das Symptom selbst und auch nicht der genetische Code, welche allein die Verantwortung tragen.

Die „osteopathische Betrachtung“ der frühen Erfahrungen im Leben kann die daraus resultierenden Probleme nachhaltig beeinflussen. Epigenetische Ereignisse prägen den Weg der Entwicklung eines Kindes schon sehr früh. Vorgeburtliche Entwicklung, die Geburt selbst und die ersten Jahre des Lebens bilden hier die Fundamente.

Diese in der Zeit entstandenen Prägungen lassen sich als osteopathische Läsion wiederfinden. Mit dem richtigen Verständnis wirkt eine Technik besser. Die Läsionen können vom Körper dann integriert und über die Physiologie der Gesundheitsprozesse abgearbeitet werden.
Dieser Kurs bietet eine Möglichkeit, die früh entstandenen Läsionen tiefer zu
interpretieren und osteopathische Lösungen zu finden, um das ursprüngliche
Potential von Kindern zu unterstützen.“

Inhalt des Kurses:

  • Angewandte Technik mit tief verwurzelten frühen Informationen in Bezug setzen
  • Embryologische Gestaltungskräfte verstehen
  • Vorgeburtliches Wachstum ist abhängig vom direkten Umfeld
  • Geburt als prägendes Ereignis
  • Die Entwicklung der ersten Lebensjahre
  • Schwachpunkte erkennen und interpretieren
  • Welche Techniken zu welchem Zeitpunkt
  • Welche Art der Begegnung und/ oder Berührung ist zum Zeitpunkt der Behandlung geeignet
  • Die Rolle der Eltern
  • Entwicklungspotentiale erkennen
  • Midline Function fühlen und verbessern:
  • Kranielle und
  • viszerale Ansätze,
  • fluide Techniken,
  • integrative Techniken für das fasziale und parietale System
  • Behandlungsideen entwickeln für:
    • Haltungsschwächen
    • Statikprobleme
    • Statomotorische Entwicklungsverzögerungen
    • Kognitive Probleme
    • ADS
    • Immunitätsschwächen
    • Koordinationsstörungen
    • Konzentrationsstörungen
    • Psychologische Auffälligkeiten (z. B. Ängste, Unsicherheit, Wut)
    • Störungen der Sprachentwicklung
    • Lese- Rechtschreibschwäche

Ein umfassendes Skript begleitet den Kurs. Kinder können im Kurs nach Absprache behandelt werden.

 

Leistungssport und Osteopathie

Diagnostik und Therapie akuter Verletzungen des Leistungssportlers

30 Jahre Erfahrung mit (Hoch-) Leistungssportlern (Basketball, Eishockey u.a.) hat Jane Stark D.O., die so einzigartig leidenschaftliche Dozentin. Erstmals verbindet sie ausdrücklich die Erfahrung in der Betreuung der akut verletzten Sportler mit ihrer Osteopathie.

Da immer mehr Menschen auf osteopathische Versorgung vertrauen, werden unsere Kliniken und Praxen mit Patienten überflutet, die wegen akuter Sportverletzungen versorgt werden müssen.
– Der untere Rücken,
– die Knöchel,
– die Knie,
– die Handgelenke und
– die Schultern gehören zu den an den häufigsten betroffenen Bereichen für akute Verletzungen des Bewegungsapparats.

Für Osteopathen, die mit Sportmannschaften oder mit einzelnen Sportlern und Leistungssportlern arbeiten, sind das sofortige differenzierte Erkennen solcher Verletzungen und die Anwendung einer angemessenen Kurz- und Langzeitpflege unabdingbare Fähigkeiten, die es zu erwerben gilt.

Jane Eliza Stark, diplomierte Sporttherapeutin mit 30 Jahren Vor-Ort- und klinischer Erfahrung, bringt 2021 ihre Expertise im Bereich der sport- und leistungsbezogenen Verletzungsversorgung erstmals nach Deutschland zur STILL ACADEMY.
Jane hat mit Freizeit- und Elitesportlern auf der ganzen Welt gearbeitet, darunter ein Jahrzehnt an der weltbekannten David L. MacIntosh-Sportverletzungsklinik der Universität Toronto.
Während ihrer Arbeit mit den Sportmannschaften der Universität, sowohl auf als auch außerhalb des Spielfeldes, begann Jane ihre osteopathische Ausbildung, die es ihr ermöglichte, einen osteopathischen Ansatz in ihre regelmäßige orthopädische Behandlung akuter und chronischer Sportverletzungen zu integrieren.
Dieses Seminar konzentriert sich auf die häufigen Formen von leistungs- und sportbedingten Verletzungen, einschließlich Knöchelverstauchungen, Knieband- und Meniskusverletzungen, Handgelenkverstauchungen und Schulterprobleme wie Verrenkungen, Rotatorenmanschettenrisse und akromioklavikuläre Verletzungen.

Weitere Themen, die behandelt werden, sind
– grundlegende Mechanismen von Verletzungen,
– das Erkennen von Verletzungen und
– die Blickdiagnose sowie
– die Entscheidung wann ein Spieler wieder ins Spiel zu kommen kann,
– die Akutversorgung und
– die Nachsorge.
– Auch Überlastungssport- und Arbeitsunfälle wie Plantarfasziitis, Schienbeinschienen, Springerknie, Tennis- und Golferellenbogen sowie Schwimmerschulter (Schultersehnenentzündung, Impingement-Syndrom) werden diskutiert.


Osteopath und Fitness-Experte Sascha Seifert: Youtube-Videos mit Übungen für Zuhause
Fitness-Videos Sportvereine geschlossen, Fitnessstudios stillgelegt – wer trotzdem noch Sport treiben will, muss sich jetzt selbst motivieren. Unser Mitglied Sascha Seifert hat vor drei Jahren ein Ganzkörper-Fitnesstraining namens 06 dreissig entwickelt (www.sechs-dreissig.de), das er in Zusammenarbeit mit der Hessischen Allgemeinen in Kassel etablierte. Bis zu 400 Teilnehmer machten bei den Übungen im Freien mit, eine App half beim Eigengebrauch, Trainer wurden ausgebildet, das Konzept gewann den Marketingpreis der Stadt Kassel. Durch die Ausgangsbeschränkungen entfiel das gemeinsame Training – doch durch neue Heimübungsvideos mit Kraft- und Ausdauerübungen bekommt die Kooperation zwischen der Tageszeitung und dem Osteopathen eine neue Dynamik. Auch für Ihre Patienten zu empfehlen! Hier geht es zu den Videos: youtube.com/user/BachDirk